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70 norddeutsche Kitas als „KITA21“ ausgezeichnet

Hamburg, 10. September 2013 – Die S.O.F. Save Our Future – Umweltstiftung hat im August insgesamt 70 norddeutsche Kindertageseinrichtungen für ihre vorbildliche Bildungsarbeit für eine nachhaltige Entwicklung als „KITA21“ ausgezeichnet. In diesem Jahr verlieh die Umweltstiftung die Auszeichnung erstmals in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen in Kooperation mit lokalen Partnern und der Leuphana Universität Lüneburg.

„Ich bin beeindruckt, mit welchem Engagement und Ideenreichtum die pädagogischen Fachkräfte ihre Bildungsarbeit zu zukunftsrelevanten Themen gestalten“, erklärt Ralf Thielebein, Geschäftsführer der S.O.F. „Sie leisten damit einen bedeutenden Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung in unserer Gesellschaft!“ Das Ziel der Bildungsinitiative „KITA21 – Die Zukunftsgestalter“ ist es, schon im Kindesalter ein Bewusstsein für nachhaltiges Handeln und eigene Mitgestaltungsmöglichkeiten zu fördern. Und das Konzept stößt auf reges Interesse: Seit Beginn der Initiative 2009 nahmen bereits 221 Kitas an dem Unterstützungs- und Auszeichnungsverfahren teil.

Nachdem sich die Modellphase vor allem auf Hamburger Kitas konzentrierte, sind unter den 70 ausgezeichneten Einrichtungen in diesem Jahr bereits 28 Kitas aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein. In beiden Bundesländern setzt die S.O.F. KITA21 erstmals mit Partnern aus der Region um: In Niedersachsen mit den Klimaschutzstellen der Landkreise Lüneburg und Harburg und in Schleswig-Holstein im Rahmen des Modellprojekts „KITA21 – Die Klimaretter“ mit dem azv Südholstein und dem Landkreis Pinneberg.

„Das vergangene Kita-Jahr hat gezeigt, dass das Auszeichnungsverfahren KITA21 auch in der Fläche und auf dem Lande ankommt“, sagt Ralf Thielebein und ermuntert Gemeinden, Städte und Regionen, die sich für das KITA21-Verfahren interessieren, Kontakt zur S.O.F. aufzunehmen. „Wir sind gerne bereit, das Konzept und unsere Erfahrung in weiteren Regionen einzubringen!“

In Hamburg, Südholstein und den Landkreisen Lüneburg und Harburg ist das Auszeichnungsverfahren mit dem neuen Kita-Jahr bereits in die nächste Runde gegangen. Dabei unterstützt die S.O.F. die Kitas auf dem Weg zur Auszeichnung unter anderem mit Fortbildungen und Vernetzungstreffen, in denen die Teilnehmenden erfahren, wie sie lebendige Bildungsarbeit im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung umsetzen können. Wer noch einen Platz in einer der KITA21-Fortbildungen ergattern möchte, sollte sich beeilen, denn es sind nur noch wenige Plätze frei. Der Anmeldeschluss für das Auszeichnungsverfahren ist der 31. Oktober 2013.


Weitere Informationen und Anmeldung:
http://www.kita21.de

 

Beispiele für KITA21-Bildungsarbeit:

Kita Behringstraße (Elbkinder Vereinigung Hamburger Kitas), Hamburg
Unter dem Motto „Kinder dieser Welt“ erkundeten Kinder und pädagogische Fachkräfte gemeinsam, wie sich ihr Leben von dem in anderen Teilen der Welt unterscheidet. Ausgehend von der Reise eines T-Shirts - vom Baumwollfeld bis in den Kleiderschrank - setzten sich die kleinen Zukunftsgestalter mit Themen wie Landwirtschaft, Recycling, Wasser- und Klimaschutz auseinander. Auch Probleme wie Kinderarbeit und soziale Gerechtigkeit sparten sie dabei nicht aus. „Bei einem Fair-Trade-Frühstück ist zum Beispiel eine Diskussion darüber entstanden, was gerecht und ungerecht ist“, erläutern die projektverantwortlichen Pädagoginnen Ingrun Rosenbohm und Tanja Tannenberg. Die Wirkung: Kinder und Pädagogen haben sich durch das KITA21-Projekt Auswirkungen ihres Handelns erschlossen und achten beim Einkaufen mehr auf Herkunft und Transportwege der Produkte.

Bewegungskindergarten Alt-Garge (Stadt Bleckede), Bleckede / Niedersachsen
Ein Jahr lang gingen die Kinder ihren Fragen zum Thema Wasser nach. Sie erkundeten zum Beispiel, welche Tiere im und am Wasser leben, woher und wie das Wasser in den Kindergarten kommt. Dabei beschäftigten sich die Kinder auch mit dem Wasser-kreislauf, bauten ihn im Kleinen nach und konnten ihn anhand der Elbe im Großen nachvollziehen. Außerdem erschlossen sich die kleinen Wasserforscher bei der Suche nach Antworten auf ihre Fragen das Umfeld der Kita und weitere „Wasser-Orte“ in der Region. Sie besuchten unter anderem eine Kläranlage, den Wasserturm in Lüneburg und das Biosphärium Bleckede und erfuhren so, welchen Zweck all diese Einrichtungen erfüllen.

DRK-Kita Holm, (Deutsches Rotes Kreuz), Holm / Schleswig-Holstein
In der DRK-Kita Holm beschäftigten sich die Kita-Kinder im vergangenen Jahr mit dem Thema Mobilität. Sie verstanden schnell, was das eigene Mobilitätsverhalten mit dem Klimaschutz zu tun hat und wurden aktiv. Über Monate sammelten die Kinder mit Begeisterung Klimameilen und kamen zu Fuß zur Kita, anstatt das Elterntaxi zu nutzen. Insgesamt sammelten die jungen Klimaschützer fast 6.000 Zu-Fuß-Kilometer. Die Kita sparte so 1.100 Kilo des klimaschädlichen CO2 ein. Der Eifer und das Engagement der Kinder hat das ganze Kita-Team begeistert, sodass das Team auch zukünftig bei KITA21 dabei sein möchte, wie Kita-Leiterin Ute Stegemann ankündigt: „Die Kolleginnen sind zu Recht stolz auf die Auszeichnung und wollen auf jeden Fall weiter machen!“  

Alle ausgezeichneten Kitas auf einen Blick:
http://www.kita21.de/zukunftsgestalter.html

 

Ansprechpartnerin:

Meike Wunderlich S.O.F. Save Our Future – Umweltstiftung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Friesenweg 1 22763 Hamburg Telefon: 040 / 226 32 77 63 Telefax: 040/ 24 06 40wunderlich@save-our-future.de